Die Zukunft der Kommunikation?
Den Begriff “Welle”, den kannte man im Zusammenhang mit E-Mail bislang vor allem in einem Zusammenhang: Spam.
Das will Google ändern. “Google Wave” heißt das neue Zauberwort, mit dem sich der Suchmaschinen-Gigant anschickt, nichts geringeres als die E-Mail neu zu erfinden. Ausgangspunkt ist die Frage, wie E-Mail aussehen würde, wenn sie nicht bereits vor etwa 40 Jahren erfunden worden wäre, sondern heute, in Zeiten von Blogs, SMS, Instant Messages etc.
Auf der Google-Entwicklerkonferenz I/O wurde nun der Prototyp von “Google Wave” vorgestellt. Und das, was die Wave-macher dort zeigten, könnte in der Tat das Potenzial haben, die Kommunikation im Internet zu revolutionieren. Oder wenigstens zu evolutionieren.
Ausgangspunkt von Wave ist, das es einen Zentralen Ausgangspunkt für alle möglichen Kommunikationskanäle im Web gibt. Eine Oberfläche, über die sich Nutzer austauschen. Zeitversetzt ebenso wie in Echtzeit. Eine Plattform, die verschiedenste Inhalte - von Dokumenten über Fotos bis hin zu Bildern aufnehmen kann. Ein Werkzeug, das diese Inhalte nicht nur über einen Kanal - die Wave-Oberfläche - verbreitet, sondern sie zugleich in Blogs, bei Twitter oder anderen Diensten publiziert.
Dabei bietet Google nichts anderes als die Schnittstelle. Anschließen sollen die Tools an andere Kanäle Entwickler außerhalb von Google. Wohl deshalb stellt Google die Software unter eine Open Source Lizenz, macht sie also frei verfügbar und öffnet sie für die Weiterentwicklung.
Ein gut anderhalbstündiger Film erklärt die Funktionsweise von Wave, das im Laufe des Jahres veröffentlicht werden soll:
Der Film - ein Mittschnitt bei der Präsentation von “Wave” auf der Entwicklerkonferenz - ist wirklich sehenswert, nicht nur für technisch interessierte Internetnutzer, denn die Software wird leicht verständlich erklärt.